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Ali Baba Spieleclub ist der größte Verein

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Positive Entwicklung beim Ali Baba Spieleclub. Der in Nürnberg eingetragene Verein ist seit Jahresbeginn der größte Club seiner Art. Fast 600 Mitglieder in den inzwischen sieben Regionalverbänden machen den Verein zum echten Schwergewicht in der Spielebranche.

„Wir sind stolz, dass wir mit unserem Konzept so gut ankommen“, sagt Präsident Christian Wallisch. Der Nürnberger war 1991 eines der Gründungsmitglieder und er führt die Ali Babas jetzt auch ins Jubiläumsjahr. Denn im Mai feiert der Verein seinen 25. Geburtstag. Die Geheimnisse des Erfolgs: große Offenheit, sieben Regionalverbände und starke Unterstützung von offizieller Seite.

„Bei uns kann jeder mitspielen, egal ob Mitglied oder nicht“, das ist der entscheidende Grundsatz, der für Wallisch und seine Mitstreiter im Präsidium in Stein gemeißelt ist. Ob in Nürnberg, Köln, Regensburg, Stuttgart, Berlin, Ingolstadt oder im Hunsrück – wer Lust hat ein Brett- oder Kartenspiel zu spielen und dabei nicht noch stundenlang Regeln lesen will, der kommt einfach zum wöchentlichen Treff und spielt mit. Tausende Spielbegeisterte erreicht der Verein so Jahr für Jahr.

„Vereinsmitglieder haben Vorteile, wie beispielsweise unsere Ausleihe“, verrät Vizepräsident Martin Brock-Konzen. Er leitet gleichzeitig den Kölner Regionalverband, in dem dieses Leihsystem für viele der Hauptgrund für eine Mitgliedschaft ist. „Außerdem wollen uns die wöchentlichen Spieler auch unterstützen, was sie mit ihrem Beitrag ja auch tun“, sagt Brock-Konzen. Mit 10,- Euro pro Halbjahr ist die Mitgliedschaft für jedermann erschwinglich, zumal man bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gar nichts zahlen muss.

Die zwei größten Säulen des Vereins sind die beiden Regionalverbände in Nürnberg und Köln. Mit knapp 300 Mitgliedern stellen die Nürnberger die größte Gruppe. Hier hatte vor 25 Jahren auch alles begonnen. „Seitdem wir im Pellerhaus sind, sind unsere Anmeldezahlen nochmal nach oben geschnellt“, freut sich Wallisch. Dank der Stadt Nürnberg, die das Haus zur Verfügung stellt, ist der Spielbetrieb in Deutschlands Spielehauptstadt erst einmal gesichert. „Wir sind hier in einer sehr guten Kooperation mit dem Deutschen Spielearchiv, das ja auch im Pellerhaus sein Zuhause gefunden hat“, erklärt der Vereinspräsident.

In Köln besteht seit Gründung des Regionalverbands im Jahr 2010 eine Kooperation mit dem Bürgerzentrum Nippes. Fast 160 Mitglieder sind in Köln dabei und fast alle sind aktiv am Vereinsgeschehen beteiligt. Beim wöchentlichen Treff im Altenberger Hof platzt der Raum regelmäßig aus allen Nähten. „Ohne die Unterstützung des Bürgerzentrums wäre das aber nicht möglich“, sagt Brock-Konzen.

Dass der Spielefundus in allen Regionalverbänden stetig wächst, liegt an der guten Zusammenarbeit des Vereins mit den Spieleverlagen. „Wir sind für die Verlage ein wichtiger Multiplikator“, sagt Wallisch. Deshalb wird der Verein regelmäßig mit Neuheiten versorgt, die dann bei den Treffen und anderen öffentlichen Veranstaltungen auf die Tische kommen.

Doch der Ali Baba Spieleclub ist für die Verlage mehr, als nur Präsentationsfläche. Während der Spielwarenmesse wird der Verein zum zweiten Mal den Spielepreis „DuAli“ vergeben. Damit prämieren die Spieler das beste 2-Personen-Spiel aus dem zurückliegenden Jahr. Am 30. Januar wird der Preis im Pellerhaus verliehen, „und die Verlage sind schon freudig nervös, wer denn gewinnt“, verrät Brock-Konzen.

Zum Geburtstag im Mai rechnet der Verein mit zahlreichen neuen Mitgliedern. Denn in Stuttgart ist der Spielbetrieb jetzt richtig angelaufen. „Wir forcieren das Wachstum zwar nicht, weigern uns aber auch nicht, wenn wir immer mehr Spieler werden“, meint Wallisch ganz entspannt.